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Minijobs für Studenten: So verdienen Sie schnell und einfach Geld!

Lillia Seifert am 23.03.2020
ca. 1354 Worte
ungefähre Lesezeit 4 Minuten 55 Sekunden
Minijobs für Studenten: So verdienen Sie schnell und einfach Geld!
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Inhalt:
  1. Minijobs für Studenten: Das müssen Sie beachten!
  2. Die 8 besten Minijobs für Studenten!
    1. 1. Minijob als Hiwi
    2. 2. Minijobs an der Universität
    3. 3. Minijob als Kellner
    4. 4. Minijob als Nachhilfelehrer
    5. 5. Minijob als Babysitter
    6. 6. Freiberufliche Minijobs: Texter und Autoren
    7. 7. Minijob als „Laborratte“
    8. 8. Minijob als Lebensretter: Plasmaspende

Während des Studiums kann es eine Herausforderung sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten und gleichzeitig noch etwas Geld für schöne Dinge übrig zu haben. Ein leckeres Mittagessen im Restaurant oder Konzerttickets für die Lieblingsband – das alles ist Luxus, auf den viele Studentinnen und Studenten verzichten müssen. Es gibt jedoch eine Menge Möglichkeiten, um schnell etwas Geld neben dem Studium zu verdienen. Wir zeigen Ihnen, welche Minijobs sich besonders gut für Studenten eignen.

Minijobs für Studenten: Das müssen Sie beachten!

Wer studiert und einem Nebenjob nachgehen möchte, kann dies in Deutschland bedenkenlos tun. Ganz gleich, ob Sie Ausbildungsförderung, wie etwa das BAföG, erhalten oder nicht, Sie dürfen stets bis zu 450 Euro pro Monat bzw. 5400 Euro im Jahr verdienen. Dabei fallen keine Abgaben an und der Lohn oder das Gehalt steht Ihnen ganz zur Verfügung.
Falls Sie jedoch mehr als auf 450 Euro Basis arbeiten möchten, müssen Sie mit steuerlichen Abgaben rechnen. Wenn Sie BAföG beziehen, würde dieses sich um einen bestimmten Anteil verringern, je nachdem, wie viel Sie durch Ihre Nebentätigkeit zusätzlich erhalten.

Aus diesem Grund stellt der Minijob für die meisten Studenten die beste Möglichkeit dar, denn hier können bis zu 450 Euro dazuverdient werden und es entstehen keine Komplikationen mit Förderungsgeldern. Es ist ebenso möglich, zwei Nebenjobs gleichzeitig auszuführen, allerdings dürfen auch hier die 5400 Euro jährlich nicht überschritten werden, wenn Steuerabgaben vermieden werden sollen.

Die 8 besten Minijobs für Studenten!

Wir haben im Folgenden die besten Minijobs zusammengestellt und zeigen Ihnen, wie Sie als Student auf einfache Weise schnell Geld verdienen können.

1. Minijob als Hiwi

Das Wort Hiwi ist eine Kurzform für Hilfswilliger und wurde während des Zweiten Weltkriegs verwendet, um freiwillige Hilfskräfte der deutschen Wehrmacht zu beschreiben, die aus der Sowjetunion kamen. Heute wird der Begriff meist im Kontext der Tätigkeit als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft an einer Universität genutzt. 

Die Arbeit als studentische Hilfskraft beinhaltet, Lehrerenden in der Forschung zu assistieren, eigene Unterrichtseinheiten zu geben und administrativen Aufgaben nachzugehen. Ebenso kann es vorkommen, dass der Hiwi Tätigkeiten im Labor übernimmt, Datensätze generiert oder Hilfestellung bei Experimenten gibt oder dort zum Beispiel für die Ausstattung mit dem richtigen Equipment sorgt.

Als Hilfskraft an einer Hochschule verdienen Sie in der Regel 10 Euro, wenn Sie einen Bachelor-Abschluss haben und in etwa 15 Euro als Student eines Masters. Jedoch kann der Verdienst, je nach Universität, durchaus höher ausfallen.

Die Webseiten der jeweiligen Hochschulen eignen sich am besten, um einen Minijob als studentische Hilfskraft zu finden. Daneben sind Webseiten der lokalen Jobbörsen, die Nebenjobs für Studenten auflisten, und die Bundesagentur für Arbeit hilfreiche Anlaufstellen. Außerdem können Sie sich direkt bei den Dozenten Ihrer Fakultät erkundigen, ob gegebenenfalls Hilfskraft-Stellen zu besetzen sind.

2. Minijobs an der Universität

Neben der Anstellung als studentische Hilfskraft bieten Universitäten weitere Minijobs, wie etwa in den internen Bibliotheken oder der Cafeteria. Ihre Ausbildungsstelle und Arbeitsstelle während somit am selben Ort – ist das nicht praktisch? Bedenken Sie allerdings, dass ein Nebenjob als studentische Hilfskraft sich besser eignet, da Sie die Tätigkeitsfelder beruflich weiterbringen können und sich der Job besonders gut im Lebenslauf macht.  

3. Minijob als Kellner

Da Universitäten häufig in Städten liegen, die mit vielen Geschäften, Cafés und Bäckereien ausgestattet sind, gibt es für Studenten in den meisten Fällen viele Möglichkeiten, Minijobs zu finden. Insbesondere im Dienstleistungssektor boomt das Angebot an Studentenjobs regelrecht.Von einem Job in der Gastronomie profitieren Sie dabei ganz besonders, wenn Sie das eingenommene Trinkgeld behalten können.

Da kann an einem Abend schon mal eine zusätzliche Summe von 60 Euro zum regulären Verdienst hinzukommen. Selbstverständlich eignen sich Nebenjobs im Verkauf, wie etwa im Einzel- oder Lebensmittelhandel, für Studenten auch sehr gut, jedoch sind die Verdienstmöglichkeiten hier eher gering.

4. Minijob als Nachhilfelehrer

Neben Minijobs im Dienstleistungsbereich können auch Privathaushalte ein möglicher Arbeitgeber sein. Es gibt viele Familien, die Nachhilfe für Ihre Kinder suchen und dabei ganz besonders auf Studenten hoffen. Das Unterrichten von Kindern innerhalb eines Privathaushaltes ermöglicht Ihnen als Student eine äußerst flexible Arbeitseinteilung und verspricht recht hohe Verdienstmöglichkeiten. Die Gehälter von Nachhilfelehrern liegen nicht selten bei bis zu 20 Euro pro Stunde.

5. Minijob als Babysitter

Als Babysitter oder Haushaltskraft im Privathaushalt verdienen Studenten in etwa 10 Euro pro Stunde. Selbstverständlich können Sie für mehrere Familien gleichzeitig als Babysitter oder Haushaltskraft tätig sein, insofern die 450 Euro nicht überschritten werden. Vorteilhaft ist, dass Sie,  während die zu betreuenden Kinder schlafen, beispielsweise die Möglichkeit haben, für Klausuren zu lernen oder an Ihrer Hausarbeit weiter zu schreiben.

Der beste Weg, eine nette Familie zu finden, ist über Freunde, Bekannte oder die eigene Familie. Selbstverständlich gibt es auch Organisationen, die sich auf die Vermittlung von Familien und Jobsuchenden in der Kinderbetreuung oder Nachhilfe spezialisiert haben. In diesen Jobs sollten Sie immer darauf achten, dass Sie aufgeschlossen, pünktlich und respektvoll sind, dann stellt jede Familie gerne einen hilfsbereiten Studenten ein.

6. Freiberufliche Minijobs: Texter und Autoren

Haben Sie ein besonderes Gefühl fürs Schreiben oder studieren Sie sogar ein Fach, dass einen journalistischen oder sprachwissenschaftlichen Hintergrund hat? Dann kommt eine freie Tätigkeit als Texter oder Autor erst recht für Sie infrage. Das digitale Zeitalter hat eine Menge Minijobs im Onlinesektor mit sich gebracht, die sich insbesondere für Studenten eignen.

Als freiberuflicher Texter arbeiten Sie meist für verschiedene Kunden und erstellen beispielsweise Texte für die Webseite eines Onlinehändlers. Ein Text von etwa 1000 Wörtern kann schon mal zwischen 50 und 150 Euro bringen. Wenn Sie sich bereits einen Namen gemacht und Erfahrung als Texter gesammelt haben, wird sich Ihr Verdienst automatisch erhöhen. 

Der Nebenjob ist besonders vielfältig, da Sie häufig die Möglichkeit haben über diverse Themen, wie Reisen, Lifestyle, Kultur oder Wissen, zu schreiben. Ganz nebenbei verbessern Sie Ihre Schreibfähigkeiten und können sogar im Homeoffice arbeiten.

Die beste Möglichkeit an Jobs als Texter zu kommen, ist natürlich das Internet. Auf Webseiten wie LinkedIn oder in Online-Jobbörsen werden oft Autoren, Lektoren oder Übersetzer gesucht – selbstverständlich sind Studenten auch hier die bevorzugte Bewerbergruppe.

7. Minijob als „Laborratte“

Als Student einer Universität oder Fachhochschule sind Sie jeden Tag umgeben von anderen Studenten, die im Zuge Ihres Studiums unzählige Experimente durchführen, wie etwa in der Psychologie oder Wirtschaftslehre. Die Forscherinnen und Forscher suchen dafür Versuchspersonen, die sich zum Testen von Hirnfunktionen, Koordinationsaufgaben oder Eye-Tracking zur Verfügung stellen.

Der Verdienst durch solche Experimente variiert zwischen 7 Euro und 10 Euro pro Stunde. Wenn Sie Glück haben, können Sie ein Videospiel für drei Stunden testen und bekommen dafür 50 Euro. In jedem Fall wird sich der Aufwand lohnen und interessant ist die Teilnahme an einem Experiment allemal!

Falls Sie besorgt sind, dass Sie sich als „Laborratte“ eventuell Gefahren aussetzen, können wir Ihnen versichern, dass solche Experimente oder Versuche in Universitäten stets streng überwacht erfolgen.

8. Minijob als Lebensretter: Plasmaspende

Bestimmt haben Sie schon einmal von freiwilligen Blutspenden gehört und sind vielleicht sogar selbst bereits tätig geworden. Leider vergessen viele, dass es neben Blut noch eine deutlich wichtigere, lebensrettende Flüssigkeit gibt, die man spenden kann: Plasma!

Plasma ist das, was übrig bleibt, wenn man Blut von sämtlichen Blutzellen befreit. Es besteht zu 90 % aus Wasser und enthält wichtige Elektrolyte, Enzyme, Aminosäuren und Vitamine, die beispielsweise Traumapatienten und Krebserkrankten bei der Regeneration helfen.

Eine Plasmaspende wird häufig mit etwa 30 Euro entlohnt, je nachdem wie viel Plasmaflüssigkeit gespendet werden kann. In Deutschland fehlen Angaben zufolge immer noch bis zu 200.000 Liter Plasma jährlich!

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Lebensretter zu werden und Plasma spenden möchten, dann verdienen Sie sich auf einfache Weise einen guten Betrag im Monat dazu und tun gleichzeitig Gutes. Vor der ersten Spende müssen Sie sich jedoch einer ärztlichen Untersuchung unterziehen, um sicherzustellen, dass Sie in der richtigen körperlichen Verfassung sind und keine Erkrankung haben.

Wie Sie gesehen haben, gibt es für Studenten eine Menge Möglichkeiten auf einfach Weise schnell etwas Geld dazu zu verdienen. Je nachdem, welche Vorlieben Sie haben und wie flexibel Sie zeitlich sind, können Sie einen festen 450 Euro Job machen oder verschiedene Minijobs miteinander kombinieren. Vom Nebenjob an der Uni bis zum Babysitter oder einer freiberuflichen Tätigkeit – der Jobvielfalt sind keine Grenzen gesetzt! Achten Sie nur unbedingt darauf, dass Sie, falls Sie über einem jährlichen Verdienst von 5400 Euro liegen, dies der Sozialversicherungsagentur melden.