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Bewerbungskiller: 10 Fehler, die Sie vermeiden sollten!

Bewerbungskiller: 10 Fehler, die Sie vermeiden sollten!
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Anastasia Johlen am 09.04.2019

Nicht nur die Suche nach einer passenden Stelle kann schwierig sein, auch das Verfassen der Bewerbung. Immerhin möchten Sie mit Ihrer Bewerbung überzeugen und mindestens eine positive Rückmeldung erhalten. Für viele Bewerber ist das Anschreiben und die gesamte Bewerbung eine große Überwindung, sie kostet Zeit und Nerven. Neben Rechtschreibfehler schleichen sich auch immer wieder andere typische Fehler ein, die Sie unbedingt vermeiden sollten! Mit diesem Artikel gehören Bewerbungskiller und Fettnäpfchen der Vergangenheit an.

Fehler 1: Grundlagen der Bewerbung missachten

Typische Fehler verstecken sich auch sehr gerne in den grundlegenden Aufbau einer Bewerbung. So ist das Layout nicht einheitlich oder der Lebenslauf fehlerhaft. 

Generell sollten Sie die Grundlagen einer professionellen und guten Bewerbung beachten und einhalten. Vielleicht schreiben Sie den Basics nicht allzu viel Wert zu, doch bereits die klassischen Bestandteile einer Bewerbung können Schwierigkeiten bereiten. Versuchen Sie besonders in Sachen Anschreiben, Lebenslauf und Vollständigkeit der Bewerbung, mit Sorgfalt zu punkten.

Grundgerüst einer Bewerbung:

  • Anschreiben/ Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Anhang (Zeugnisse, Qualifikationen, Abschlüsse)

Fehler 2: Unternehmen oder Adresse falsch schreiben

Häufig handelt es sich um einen Flüchtigkeitsfehler, welcher jedoch verheerende Folgen haben kann. Schreiben Sie das Unternehmen oder die Adresse falsch wirkt das unkonzentriert und wenig interessiert. Es scheint, als haben Sie sich nicht ausreichend mit dem potenziellen Arbeitgeber beschäftigt und Ihre Zeit ist Ihnen zu kostbar. 

Besonders peinlich ist es, wenn Sie mehrere Bewerbungen schreiben und das Unternehmen sowie Adresse nicht geändert werden. Dieser Fehler ist nicht zu verzeihen und schießt Sie direkt ins Bewerbungsaus. 

Fehler 3: Keine oder fehlerhafte Anrede

Mindestens genauso peinlich, wie deinen falscher Unternehmensnamen und eine falsche Adresse, ist der falsche Name des Ansprechpartners. Vergessen Sie auch hier nicht, die Namen der Ansprechpartner entsprechend an die Unternehmen anzupassen, falls mehrere Bewerbungen geschrieben werden. Sie wissen nicht, wer Ihr Ansprechpartner ist? 

In der Regel finden Sie diese Information in der ausgeschriebenen Stellenanzeige. Andernfalls empfiehlt es sich, das Unternehmen anzurufen und sich darüber zu erkundigen. Dieses Verhalten zeigt Ihr Interesse und spricht für Genauigkeit. 

Fehler 4: Unseriöse E-Mail-Adresse

Es ist wichtig, dass Sie in der Bewerbung Ihre Kontaktdaten angeben. Heutzutage gehört die E-Mail-Adresse genauso dazu, wie die Handynummer. Aber bitte achten Sie auf eine seriöse E-Mail-Adresse, damit Sie als Bewerber ernst genommen werden. E-Mail-Adressen wie zum Beispiel Mäuschen1992 oder Gangsterboy98 gelten eher als unseriöse. 

Haben Sie noch keine (seriöse) E-Mail-Adresse sollten Sie sich eine anlegen. Im Berufsleben werden Sie noch häufiger auf den Austausch per E-Mail angewiesen sein. Mittlerweile können Sie bei verschiedenen Anbietern in wenigen Schritten eine Wunschadresse erstellen, am besten eine Kombination aus Ihrem Vor- und Nachnamen.

Fehler 5: Einheitsbrei in allen Bewerbungen

Heutzutage ist es fast unmöglich, mit nur einer Bewerbung den passenden Job zu bekommen. Deshalb ist es gang und gäbe, dass Bewerber gleich mehrere Varianten verfassen. Doch Vorsicht! Kommen Sie nicht in Versuchung alle Bewerbungen einheitlich zu gestalten und lediglich Adresse und Ansprechpartner abzuändern. 

Entscheiden Sie sich für Massenbewerbungen, leidet oft die Qualität. Viele Bewerber entscheiden sich für die „copy and paste“- Variante. Die Unternehmen sind aber nicht dumm und können schnell erkennen, ob es sich um eine Massenbewerbung oder eine individuelle Bewerbung handelt. Entscheiden Sie sich für 5 sehr gute und individuelle Bewerbungen steigert das womöglich Ihre Chancen auf eine positive Rückmeldung stärker, im Vergleich zu 25 Massenbewerbungen. 

Fehler 6: Unwahrheiten und falsches Eigenlob

Ihnen ist sicherlich bewusst, dass sich auf eine freie Stelle oft mehrere hunderte Kandidaten bewerben. Insbesondere, wenn es sich um einen heißbegehrten Job handelt. Dementsprechend ist die Konkurrenz hoch und vielleicht kommen Sie in Versuchung Ihre Persönlichkeit oder Qualifikationen zu pimpen. Davon ist aber abzuraten! 

Vielen Bewerbern ist bewusst, dass es sich um eine eher dumme Idee handelt, trotzdem lassen sich einige Kandidaten dazu verleiten. Das Ganze fliegt spätestens beim Vorstellungsgespräch auf und Ihre Chancen auf den Job stehen gleich null. Immerhin handelt es sich um eine offizielle und dreiste Lüge. Vermutlich werden Sie in hohem Bogen aus dem Unternehmen geworfen.

Fehler 7: Floskeln als Einstieg

Nichtssagende Standardeinstiege, sogenannte Floskeln, gehören zu beliebten Wahl bei Bewerbungen. „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als...“ gehört vermutlich zu der beliebtesten Variante. Doch Personaler lesen diesen Einstieg jeden Tag und das sehr oft. Dieser Satz ist langweilig, abgegriffen und ohne relevante Informationen. Immerhin ist es offensichtlich, dass Sie sich bewerben, wenn die Bewerbung beim Unternehmen auf dem Tisch liegt. 

Entscheiden Sie sich deshalb lieber für einen individuellen ersten Satz in dem Sie auf etwas Bezug nehmen. Haben Sie bereits telefonischen Kontakt mit dem Unternehmen gehabt? Sehr gut, dann greifen Sie das auf. Weiterhin können Sie den persönlichen Bezug zum potenziellen Arbeitgeber und Ihre Motivation ansprechen. Kreativität und ungewöhnliche Aussagen sind hier gefragt.

Fehler 8: Lebenslauf nacherzählen

Viele Bewerber treten in dieses Fettnäpfchen, was oft als absoluter Bewerbungskiller gilt. Viele Kandidaten neigen dazu, in dem Anschreiben, den Lebenslauf nachzuerzählen. Das ist nicht Sinn und Zweck des Anschreibens, immerhin gibt es dafür den Lebenslauf. 

Im Anschreiben sollten Sie vielmehr Ihre Persönlichkeit hervorheben und auf einzelne und aussagekräftige Aspekte eingehen, die für den Job von belangen sind. Berufliche Erfolge, Soft Skills und Projekte sind interessant für Personaler, aber nicht wann Sie Ihr Studium abgeschlossen haben oder Ihr Abitur in der Tasche hatten. Diese Fakten sollte der Lebenslauf beinhalten.

Fehler 9: Unnötige Informationen

Nicht alles was Sie bereits in Ihrem Leben erreicht und erlebt haben, ist relevant für den ausgeschriebenen Job. Deshalb sollten Sie auf irrelevante Informationen verzichten, welche die offene Stelle nicht betreffen. So ist es nicht wichtig, was Ihre Eltern für einen Beruf ausübten und auch das Abitur-Zeugnis bleibt zu Hause, wenn Sie bereits ein Masterabschluss haben. 

Fehler 10: Konjunktiv im letzten Satz

Am Ende des Anschreibens ist es üblich Ihre Freude über ein Vorstellungsgespräch und eine Rückmeldung auszudrücken. Doch bitte verwenden Sie dafür nicht den Konjunktiv. „Ich würde mich über ein Vorstellungsgespräch bei Ihnen freuen“ schwächt Ihre gesamte Bewerbung ab und lässt Sie unsicher wirken. Immerhin freuen Sie sich doch bereits beim Verfassen der Bewerbung über ein Vorstellungsgespräch, wieso also im Konjunktiv schreiben? 

Stattdessen formulieren Sie den Satz aktiv und selbstbewusst: „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.“

Erhöhen Sie Ihre Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, in dem Sie die 10 Fehler vermeiden. Das Team von aushilfsjobs.info wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Jobssuche und dem Bewerbungsverfahren!