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Minijob - Was versteht man unter dem Begriff Minijob?

Immer wieder hört man von Minijobs. Zudem finden sie sich in allen Branchen. Minijobs werden zudem gern als Geringfügige Beschäftigungen bezeichnet. Wer einen Minijob annimmt muss dabei jedoch einiges beachten. Was ist überhaupt ein Minijob? Wie darf verdient und viele Stunden darf gearbeitet werden? Für wen sind Minijobs geeignet? Die wichtigsten Informationen erhalten Sie dazu in unserer kurzen Übersicht:

Geringfügige Beschäftigung: Minijobs

Minijobs sind geringfügige Beschäftigungen, die beitrags- und steuerrechtlich besonderen Regelungen unterliegt. Minijobs sind sozialversicherungsfrei und die Beschäftigten sind während der Ausübung eines Minijobs nicht dazu verpflichtet Renten-, Arbeitslosen- wie Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Rentenversicherung können auf freiwilliger Basis gezahlt werden. Ohne Befreiung werden 3,7 Prozent vom Lohn des Minijobs abgezogen, so wird auch die Zeit des Minijobs als Pflichtbeitragszeit angerechnet. Der Verdienst eines Minijobs darf 450 Euro im Monat nicht übersteigen.

Eine Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit gibt es bei einem Minijob zwar nicht. Da jedoch nicht mehr als 450 Euro bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro verdient werden dürfen, können maximal 53 Stunden im Monat gearbeitet werden. Je höher der Stundenlohn angesetzt wird, umso weniger Stunden im Monat sind demnach möglich. Wird mehr als ein Minijob ausgeübt, so gilt, dass alles Minijobs zusammen genommen nicht mehr als 450 Euro monatlich an Einkommen einbringen dürfen.

Es kann bei der Ausübung eines Minijobs vorkommen, dass in einem Monat weniger und in einem anderen Monat mehr als 450 Euro verdient werden. Hier gilt zu beachten, dass auf das Jahr gerechnet insgesamt 5.400 Euro nicht überschritten werden dürfen, da der Arbeitnehmer sonst nicht länger als geringfügig beschäftigt gilt. Neben dem langfristig ausgeübten Minijob besteht noch die Möglichkeit, eine kurzfristige Beschäftigung auszuüben. Bei dieser Art des Minijobs darf nicht länger als drei Monate gearbeitet werden. Auf das Jahr gerechnet darf man nicht mehr als 70 Tage kurzfristig beschäftigt gewesen sein.

Lohnt sich für sie ein Minijob?

Ein Minijob ist in manch einer Lebensphase durchaus sinnvoll. Insbesondere für Studenten und Rentner. Manch ein Rentner will vielleicht doch noch nicht nur daheim bleiben, manch ein Student will sich vielleicht einen größeren Wunsch erfüllen. Dies oder als Wiedereinstieg in die Arbeitswelt, zum Überbrücken kurzfristiger Engpässe oder als zusätzlicher Verdienst in Form von Saisonarbeit oder als Aufstockung der Rente oder dem BAföG - um einen Minijob anzunehmen gibt es viele Gründe. Mehr Zeit für die Familie und dabei dennoch einen kleinen Zuverdienst haben ist ein weiterer Grund.

Für Schüler ist ein Minijob ebenso geeignet wie für Studenten, Rentner oder Erziehende, da er sich auf Grund der zeitlichen Flexibilität gut mit der Schule oder anderen Aktivitäten wie Studium oder Familie vereinbaren lässt. Die meisten Minijobber finden sich dabei im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Dienstleistungsbereich. Auch in der Produktion sind immer wieder Minijobs zu finden. Die beliebtesten Minijobs sind nachfolgend aufgelistet.


In den nachfolgenden Berufen können sie Minijobs ausüben: